WAS MAN VON HIER AUS SEHEN KANN
Ein Minikosmos wird zum Traumziel, eine Frau zur Heldin
Burghofbühne Dinslaken bringt Mariana Lekys Bestseller „Was man von hier aus sehen kann“ auf die Bühne der Stadthalle

Die Burghofbühne Dinslaken kommt auf Einladung des Kulturvereins am Samstag, 9. Mai, um 20 Uhr mit der Inszenierung des Bestsellers „Was man von hier aus sehen kann“ in die Holzmindener Stadthalle.
Die bekannte deutsche Autorin Mariana Leky katapultierte sich neben zahlreichen literarischen Veröffentlichungen mit ihrem Roman 2017 über Nacht für 65 Wochen auf die Spiegel Bestseller Liste. Der Roman wurde inzwischen in 20 Sprachen übersetzt und die Autorin mit zahlreichen Preisen geehrt. Die erfolgreiche Verfilmung folgte 2022 durch Aron Lehmann und wurde als deutscher Beitrag zur Oscar-Verleihung eingereicht.
Die Handlung des Theaterstücks
Luise lebt in einem kleinen Dorf, das Heimat und Schauplatz für eine Schar liebenswert-skurriler Menschen ist, deren Leben untrennbar miteinander verknüpft sind. Luises Vater fordert: „Ihr müsst dringend mehr Leben hereinlassen.“ Aber diese Dorfgemeinschaft ist schon eine ganze Welt und dicht bevölkert: Von Luises Mutter, die sich seit 25 Jahren fragt, ob sie sich von ihrem Mann trennen soll. Von der abergläubischen Elsbeth und ihrer Vorliebe für geheimnisvolle Tagebücher. Von Martin, Luises Freund und seinem unglücklichen Vater Palm oder dem Optiker, unglücklich verliebt in Selma, Luises Großmutter.
Als Selma eines Nachts von einem Okapi träumt, scheint ausgemacht, dass innerhalb von 24 Stunden jemand sterben wird. Der Tag wird zum Motivator, all das Unausgesprochene herauszuschreien, Geschehenes zurückzuholen. Der Tag vergeht und die Welt dreht sich weiter. Und dann kommt der junge buddhistische Mönch Frederik wie aus dem Nichts und die Welt wackelt, beschleunigt, ändert ihren Kurs und dreht sich weiter.
Regisseur Mirco Schombert arbeitet die Stärken des Bestsellers heraus
Die Kritik feierte das Buch als magisch, leise und berührend. Genau diese Stärken bringt die Burghofbühne unter der Regie von Mirco Schombert auf die Bühne. Die Inszenierung knüpft an die bravouröse Theaterarbeit bisheriger Stücke mit hochkarätigen Schauspielern und spannendem Spiel an. Den Holzmindener Zuschauern ist sicherlich neben anderen Aufführungen die beeindruckende Interpretation von Erich Kästners „Fabian“ in bester Erinnerung.
Der Kulturverein freut sich, dieses Stück in Holzminden zeigen und als letzte Theateraufführung der Saison feiern zu können. Wie immer bietet die Stadthallengastronomie nach der Aufführung die Gelegenheit zum Verweilen und zum angeregten Smalltalk.
